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Werbeverbot für E-Zigaretten

2004 kam die erste E-Zigarette auf den Markt. Zunächst als "gesund" beworben, wendete sich das Blatt im Laufe der letzten Jahre. Die E-Zigarette wurde aufgrund von schädlichen Inhaltsstoffen und dem süchtigmachenden Nikotin in eine negative Ecke gedrängt. Der Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren ist verboten. Auch die Werbung für E-Zigaretten wurde von den Gesetzgebern mit der Werbung für Tabakprodukte gleichgestellt. Seit 20. Mai 2016 ist Werbung für E-Zigaretten nur noch in Kino und auf Plakaten erlaubt. Eine drastische Maßnahme, die Hersteller, Vertriebler und Konsumenten von E-Zigaretten wohl anfechten werden.

So funktioniert eine E-Zigartte

Eine E-Zigarette sieht in etwa aus wie ein Stift und hat entsprechend so eine Länge und Breite. Betrieben wird die Dampfmaschine mit einem Akku, der eine Heizspirale mit Energie versorgt. Die Spirale erhitzt die flüssigen Aroma-Stoffe samt Nikotinzusätze, die man über das Mundstück inhaltiert und wieder als Dampf ausatmet.

Die Konsumenten von E-Zigaretten nennt man nicht Raucher, sondern Dampfer. Das ist auch der grundlegende Unterschied zwischen elektronischem und analogem Qualmer. Der Rauch von Zigaretten enthält Teer, andere krebserregende Stoffe und natürlich Nicotin, das die Sucht nach den Zigaretten entfacht.

E-Zigaretten haben keinen Tabak und keinen Teer, sondern Liquids. Das sind Flüssigkeiten, die verschiedene Aromastoffe enthalten. Einige davon sind ebenfalls gesundheitsschädlich, aber in einer wesentlich geringeren Dosis als in Tabakzigaretten enthalten.

Werbung für E-Zigaretten

Die Werbung für E-Zigaretten unterscheidet sich von der Werbung für Tabakprodukte. E-Zigaretten werden als Lifestyle-Produkt dargestellt und richten sich an junge Menschen, während Tabakprodukte meist die Bedürfnisse von Menschen, die im Berufsleben stehen ansprechen. Freiheit (Marlboro) oder Stressabbau (HB) sind hier entscheidende Effekte, die in den Produkten in der Werbung zugeschrieben wurden, als es noch breitflächig in TV, Kino und Plakaten erlaubt war.

Neuerdings wird die Werbung für E-Zigaretten ebenso stark eingeschränkt, wie die von Tabakprodukten. Damit wird die E-Zigarette der Tabakzigarette vor dem Gesetz gleichgestellt, obwohl sie außer der Bedienung und dem Nikotin wenig gemeinsam haben.

Man hört hier immer wieder Stimmen, die von einer willkürlichen Bevormundung durch den Staat sprechen. Denn Werbung für Alkohol ist überall erlaubt. Dabei geht eine Großzahl an Krankheiten, Todesfällen und Verbrechensdelikten auf das Konto dieses LEGALEN "Genussmittels". Dennoch ist Bier und Wodka-Werbung in Fernsehen und Internet allgegenwertig, während man die Werbung für E-Zigaretten stark einschränkt und mit Bußgeld von bis zu 30.000 Euro sanktionieren will.

Ein Fall für die Gerichte, die sich mit den möglichen gesundheitlichen Folgen, aber auch mit den positiven Effekten der E-Zigarette befassen müssen.

Argumente der E-Zigaretten-Befürworter

Statt Rauch hat man bei der E-Zigarette Dampf ohne den schädlichen Teer und andere Giftstoffe. Dennoch ist die E-Zigarette nicht frei von Giftstoffen, allen voran dem süchtigmachenden und blutdrucksteigernden Nikotin, wegen dem Rauchher viele Zigaretten konsumieren und weswegen auch E-Zigaretten damit ausgestattet sind. Die anderen gesundheitsschädlichen Stoffe, die im Jahr 2016 noch in E-Zigaretten enthalten sind, wie Metalle oder Nitrosamine besitzen im elektronischen Gerät eine niedrigere Konzentration als im Glimmstengel und werden über kurz oder lang von den Produzenten der Geräte wohl zugunsten weniger schädlicheren Mitteln ersetzt werden.

Raucher, die ein oder zwei Schachtel pro Tag rauchen profitieren eindeutig von der E-Zigarette. Lungenkrankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden, wie Bronchitis oder der klassische Raucherhusten, entstehen beim Dampfen nicht oder weit weniger stark. Umsteiger von Tabak- auf E-Zigaretten berichten sogar von einer gesundheitlichen Verbesserung der Atemwege.

Auch das Krebsriskio ist bei der E-Zigarette wesentlich geringer als bei Tabakzigaretten, denn Nikotin ist nicht als krebserregend eingestuft, Teer hingegen schon! Die Frankfurter Allgemeine Zeitung gibt durch eine Statistik der Ärztevereinigung Royal Society an, dass das Krebsrisiko bei Rauchern 20 Mal höher ist, als bei Dampfern von E-Zigaretten, da diese weniger Giftstoffe enthalten als Tabak. Das macht die E-Zigarette keineswegs zu einem gesundheitslich unbedenklichen Produkt, aber definitiv weniger schädlich als eine normale Zigarette. Somit gilt die E-Zigarette als Genussmittel zur Schadensbegrenzung und kann auch die Sucht von ausstiegswilligen Rauchern auf dem Weg zum Nichtraucher befriedigen und so als Ausstiegshilfe dienen.

Negative Aspekte der E-Zigarette

Häufig wird die elektronsiche Zigarette auch als mögliche Einstieg zum richtigen Rauchen für Jugendliche gesehen. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen und vermeintlich harmloser Konsum ohne, dass die Eltern den Rauch an Fingern, Kleidung und Atem riechen können schönt die E-Zigarette bei Jugendlichen attraktiv zu machen. Die Hemmschwelle zu einer E-Zigarete zu greifen ist also geringer als bei einer Tabakzigarette.

Ein Verbot könnte sich als Boomerang entwickeln, da Verbote für gewöhnlich einen besonderen Reiz für Jugendliche darstellen.

Studie zum Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen

Hier zu hat das Mannheimer Gesundheitsinstitut eine Studie abgehalten, in der Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren befragt haben. Jeder Achte der 900 Befragten habe schon einmal an einer E-Zigarette gezogen, an einer Tabakzigarette nur jeder 20.

Das zeigt einerseits, dass die E-Zigarette für Jugendliche attraktiver ist, als die normale Zigarette. Aber es lässt die Frage offen, wie es aussehen würde, wenn es keine E-Zigarette gäbe. Würden dann die 16 % der Jugendlichen, die eine E-Zigarette probiert haben stattdessen zu einer normalen und damit wesentlich schädlicheren Zigarette greifen? Zumindest ein Teil davon ganz sicher. Man könnte also auch hier positive Aspekte zur Rauchvermeidung sehen.

Zu erforschen wäre hierbei noch, wieviele der 16% über die E-Zigarette den Weg zur Tabakzigarette finden und ob es überaupt erstrebenswert ist von einer E-Zigarette auf eine Tabakzigarette umzusteigen, da die Argument für Tabakzigaretten häufig Gruppenzwang und Sucht sind. Die Sucht würde auch mit der E-Zigarette befriedigt werden. Was den Gruppenzwang betrifft sind die Zahlen der Testgruppe auch schon interpretationsfähig. Denn wenn 16% lieber eine E-Zigarette probieren und 5% nur eine Tabakzigarette, dann spiegelt das die Stellenwerte in der Jugendkultur wieder.

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